Der Supernova IV Handheld ist ein kreativer Videofilter, der direkt in der Kamera vier geisterhafte Bildduplikationen erzeugt. Du bewegst das Glas vor dem Objektiv, um die Anordnung dieser gespiegelten Bilder um das Motiv zu verändern. Für Filmschaffende ist der Filter damit sowohl ein optischer Effekt als auch etwas, das sich während einer Aufnahme gezielt einsetzen lässt.
Diese Anleitung konzentriert sich auf die Planung dieser Performance: wie du den Effekt einführst, die Hauptaktion gut erkennbar hältst und wiederholbare Bewegungen aufnimmst. Dieser Ansatz eignet sich für Musikvideos, Modefilme, Werbespots und experimentelle Sequenzen, in denen ein sich veränderndes Bild die Idee der Szene unterstützt.

Was bewirkt der Supernova-IV-Filter?
Das optische Design erzeugt neben der Hauptansicht vier Geisterbilder. Wenn du den Filter bewegst, drehst oder neigst, verändert sich ihre Anordnung. Das sichtbare Ergebnis hängt auch vom Objektiv, der Beleuchtung, der Bildkomposition und der Position des Glases ab. Vier Geisterbilder bedeuten also nicht, dass in jeder Aufnahme vier gleich helle, vollständig voneinander getrennte Gesichter zu sehen sind.
Beginne mit einem klar beleuchteten Motiv und einem schlichten Hintergrund. Prüfe, ob die wiederholten Formen Rhythmus erzeugen oder einfach einen wichtigen Gesichtsausdruck verdecken. Eine langsame Bewegung des Filters macht diesen Unterschied oft leichter erkennbar als ein sofortiges Schwenken über das ganze Objektiv.
Worin unterscheidet sich Supernova IV von Supernova II?
Der Supernova IV Handheld ist auf vier Ghost-Duplikationen und bewegliche Handheld-Optik ausgelegt. Der Supernova II erzeugt beidseitiges Ghosting und ist auch als Version mit Gewinde und drehbarem Ring erhältlich. Wähle nach der gewünschten Anordnung und Arbeitsweise, statt eine größere Zahl automatisch für besser zu halten.
| Kreative Absicht | Ein guter Ausgangspunkt | Was zu beachten ist |
|---|---|---|
| Vier gespiegelte Duplikationen mit beweglichem Glas | Supernova IV Handheld | Sichtbarkeit des Motivs, während sich das Glas bewegt |
| Ghosting auf beiden Seiten mit einem montierten Filter | Supernova II, Version mit Gewinde | Ausrichtung und Platz um das Motiv |
| Einführung in optisches Ghosting | Anleitung zum Ghost-Filter | Wie sich Duplikation von tatsächlicher Bewegung des Motivs unterscheidet |
Eine Supernova-IV-Videosequenz mit drei Einstellungen
1. Ein gehaltenes Porträt mit wechselnder Spiegelung
Bitte die Person vor der Kamera, eine einfache Pose zu halten. Halte die Kamera ruhig und führe den Filter langsam von außerhalb des Bildes ein. Mach eine Pause, sobald der zentrale Gesichtsausdruck klar erkennbar ist. So isolierst du die Filterbewegung und kannst herausfinden, welcher Teil der Geste ein brauchbares Bild erzeugt.
Nimm zuerst eine saubere Version auf und lass vor und nach der Bewegung etwas Zeit. Diese zusätzlichen Sekunden geben dem Schnitt Alternativen für den Einstieg in die Aufnahme, das Halten einer Gesangszeile oder den Ausstieg auf einen musikalischen Schlag.
2. Eine auf eine Geste abgestimmte Bewegung
Wähle eine Bewegung, die sich wiederholen lässt: eine Kopfdrehung, eine gehobene Hand oder einen Schritt ins Licht. Übe sie zunächst ohne Filter und füge dann eine leichte Neigung hinzu, sobald die Bewegung ihre deutlichste Form erreicht. Halte den ersten Test einfach genug, damit du erkennen kannst, ob eine Veränderung von der darstellenden Person oder vom Glas kommt.
3. Ein optischer Übergang zwischen zwei Setups
Beende eine Aufnahme, indem du eine stärker vervielfachte Geisterbildanordnung über das Motiv führst. Beginne die nächste mit einer ähnlichen Filterbewegung und enthülle die neue Komposition. So erhältst du Material für einen Schnitt innerhalb des sich verändernden Bildes; ein nahtloser Übergang zwischen unzusammenhängenden Szenen ist damit nicht garantiert.
Stimme Geschwindigkeit und Richtung bei der Probe aufeinander ab. Eine zurückhaltende Bewegung lässt sich oft leichter wiederholen als eine schnelle Geste, besonders wenn das Timing bei mehreren Aufnahmen stimmen muss.
Sorge dafür, dass sich die Filterbewegung wiederholen lässt
- Lege die Kameraposition fest. Entscheide, welche Details des Motivs erkennbar bleiben müssen.
- Wähle eine Ausgangsposition für das Glas. Notiere den Winkel, den ungefähren Abstand und die Ausrichtung des Griffs.
- Verwende pro Test nur eine Bewegung. Vergleiche Verschieben, Drehen und Neigen getrennt.
- Sieh dir eine vollständige Aufnahme an. Prüfe Anfang, Mitte und Ende, statt nur ein einzelnes gelungenes Bild zu beurteilen.
- Halte eine Referenz fest. Ein Foto vom Aufbau und eine kurze Notiz helfen dir, das Setup wiederherzustellen.
Wähle das Handfilterformat passend zu deinem Setup
Supernova IV ist als Handfilter in den Größen 100 mm und 150 mm erhältlich. Diese Angaben beziehen sich auf die Größe des Handfilters, nicht auf den Durchmesser eines Schraubgewindes. Prüfe vor der Aufnahme einer Sequenz die Abdeckung mit deinem Objektiv, dem gewünschten Bildausschnitt und der Filterposition. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die größere Version allein aufgrund ihrer Größe einen stärkeren Effekt erzeugt.
Wenn sich auch die Kamera bewegt, plane, wer den Filter bedient und wie die Bewegungen aufeinander abgestimmt werden. Weitere Informationen zu diesem Arbeitsablauf findest du im Leitfaden zu Handfiltern.
Häufig gestellte Fragen zu Supernova IV
Ist Supernova IV ein digitaler Videoeffekt?
Nein. Es handelt sich um einen physischen optischen Filter, der vor dem Objektiv positioniert wird. Seine Geisterbilder werden mit dem Filmmaterial aufgenommen.
Muss ich den Filter während jeder Aufnahme durchgehend bewegen?
Nein. Du kannst eine Anordnung für ein Porträt beibehalten oder den Filter während eines ausgewählten Teils der Aufnahme bewegen. Wähle den Zeitpunkt passend zur Darbietung.
Ersetzt die Vervielfachung in vier Geisterbilder Zeitlupenaufnahmen?
Nein. Ghosting verändert das optische Bild. Zeitlupe verändert die Wiedergabe aufgezeichneter Bewegungen; das sind getrennte kreative Entscheidungen.
Wo soll ich anfangen?
Entdecke Supernova IV Handheld, nimm eine klare Referenz auf und teste mit einem unbewegten Motiv eine langsame Enthüllung. Sobald sich diese Bewegung wiederholen lässt, füge eine Geste der darstellenden Person oder eine Kamerabewegung hinzu.
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